Weimarer HeiLog nach Sanierung aus der Insolvenz entlassen

Das Anfang 2014 in Schwierigkeiten geratene Weimarer Transportunternehmen HeiLog Transporte konnte zum 1. September 2015 auf eine neu gegründete Gesellschaft übertragen und somit aus der Insolvenz des Inhabers herausgelöst werden. Sämtliche Arbeitsplätze blieben erhalten. Für Insolvenzgläubiger besteht nunmehr eine gute Quotenaussicht.

Möglich war dies, weil der Inhaber frühzeitig die Chancen, die ein Insolvenzverfahren bietet, erkannte und von Anfang an mit dem Insolvenzverwalter Winzer "am selben Strang zog". Weil die Löhne bei Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung im März 2014 voll bezahlt waren, konnte bereits im Eröffnungsverfahren die Basis für die Sanierung gelegt werden. Ein konsequentes Kostenmanagement, die Überprüfung letztlich aller Vertragsbeziehungen und zahlreiche Umstellungen haben das Unternehmen nach ca. 1 1/2 Jahren wieder in die Gewinnzone gebracht. Der Mitarbeiterstamm konnte sogar von 12 auf 16 aufgestockt werden. Insolvenzverwalter Winzer dazu: "Ein Musterbeispiel dafür, dass das Insolvenzverfahren nicht zwangsläufig das Ende eines Unternehmens bedeutet. Entscheidend ist  zum einen, wie sich der Unternehmensträger im Vorfeld der Insolvenz verhalten hat, ob also Vertrauen bei Auftraggebern und -nehmern zu retten ist und dass frühzeitig gehandelt wird. Insbesondere der zweite Aspekt ist von immenser Bedeutung. Leider wissen viele Unternehmer nicht, dass durch die in 2012 eingeführten Regelungen zum sog. ESUG sogar Möglichkeiten trotz gerichtlichem Verfahren bestehen, Einflussmöglichkeiten zu wahren".

Es bleibt somit zu hoffen, dass sich die Firma in dem aktuell schwierigen Markt - Dauerthema Maut - wird behaupten können. Der Grundstein ist gelegt.

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